Allgemeines zum Bogensport

Ein Sport für Jung und Alt

Wenn ihr einen Sport sucht für die ganze Familie oder für euch allein, dann seit ihr beim Bogensport richtig.

 Dieser Sport kann schon von Kindern ausgeübt werden. Mein Sohn schießt auch mit Papa und meine Tochter versucht sich auch manchmal.

 Man sagt ja, früh übt sich, wer ein Meister werden will. Natürlich ist dieser Sport auch für Ältere (solange man will und kann) geeignet. Er ist auch gut für den Körper, zum Beispiel wird die Schultergürtel-; Bauch und Rückenmuskulatur gefördert.

 Die Bewegungsabläufe fördern eine gute Körperhaltung , deswegen wird von Ätzten bei Haltungsschäden dieser Sport empfohlen.

 Und ganz zuletzt will ich noch loswerden, dass dieser Sport zwischen behinderten und  nicht behinderten Menschen keinen Unterschied macht.

Was ich auch sehr gut finde, Rollstuhlfahrer schießen bei Turnieren Seite an Seite mit uns.

 

Geschichtliches vom Bogenschießen

Pfeil und Bogen gehören zu den ältesten bekannten Distanzwaffen und wurden schon in der Steinzeit als Jagd- und Kampfwaffen bei allen Kulturvölkern benutzt. Höhlenzeichnungen aus Spanien wurden auf mindestens 15.000 Jahre geschätzt, erste Funde von Pfeilschäften in Deutschland sind auf 9000 Jahre v.Chr. datiert. 

Bei den ersten Olympischen Spielen 776 v.Chr. mussten angebundene Schweine als Zielscheiben herhalten. Besonders in England wurden Pfeil und Bogen noch im 16. Jahrhundert im Kampf benutzt. Die Benutzer dieser Waffen stellten fest, dass nur durch häufiges trainieren auch die Zielsicherheit größer wurde. Daher wurden schon immer gerne Vergleichswettkämpfe veranstaltet. Schoss man anfänglich tatsächlich noch auf Kürbisse und Melonen, so entwickelten sich seit dem Mittelalter aber schließlich die heute noch gebräuchlichen Strohscheiben, wenngleich sich die Qualität der heutigen Scheiben erheblich verbessert hat. 

Erst, nachdem der Deutsche Schützenbund (DSB) 1954 beschloss, das Bogenschießen als ordentliche Disziplin in sein Sportprogramm aufzunehmen und dem internationalen Bogensportverband, der FITA (Federation Internationale de Tir a l´Arc), beizutreten, wurde der interessante Sport bekannter. 

 Den Durchbruch in Deutschland erlangte diese Disziplin jedoch mit der Olympiade 1972 in München, wo das Bogenschießen nach 52-jähriger Abwesenheit wieder in das Olympische Programm aufgenommen wurde. Auch die (leider seltenen) TV-Bilder der letzten Olympiade in Atlanta/USA vom Bogenschießen zeigten spannende Wettkämpfe, die der stets anwachsenden Fangemeinde der aktiven Bogenschützen in guter Erinnerung bleiben. Denn bis heute hat sich die spezielle Faszination des Bogenschießens erhalten. Trotz der hochmodernen und technologisch so interessanten Bögen kommt es beim Bogenschießen neben dem Training auch auf das koordinierte Zusammenspiel von Kraft, Geschicklichkeit, Konzentrationsfähigkeit und technischem Gespür für die individuelle Ausrüstung an.

Geschichte des Bogenschießens diverse Quellen aus dem Internet

von Uwe Guardian

Die Entdeckung von Pfeilspitzen aus Feuerstein in Afrika, scheint darauf hin zu deuten, dass vielleicht Bogen und Pfeil dort schon früher als 50.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung benutzt wurden.

Stock und Stein waren die ersten Werkzeuge und Waffen des Menschen. Die Erfindung und
Weiterentwicklung von Waffen war erforderlich, weil der Jäger "Mensch" sowohl potentiellen
Beutetieren als auch Raubtieren im Bezug auf die Sinnesleistungen (insbesondere Sehen,
Riechen und Hören) sowie im Bezug auf Kraft, Geschwindigkeit und ‚natürliche Bewaffnung
(Zähne und Klauen) hoffnungslos unterlegen war. Es wird sogar von Historikern behauptet, der Mensch sei ursprünglich nicht Jäger, sondern Beute gewesen und erst auf dem Umweg des Aasfressers zum Jäger geworden.

Dem Faustkeil als der wohl ältesten Waffe der Menschheit folgte der Spieß, der wegen desimmer noch engen Kontaktes zur Jagdbeute das Verletzungsrisiko des Jägers nur unwesentlich reduzierte. Der Speer als erste Distanzwaffe und die Speerschleuder (Atlatl) ermöglichten eine zunehmend größere Distanz und Effektivität bei der Jagd und natürlich auch in kriegerischen Auseinandersetzungen. Der Atlatl war die erste aus mehreren Teilen bestehende Distanzwaffe.

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Der Bogen jedoch ermöglichte es, eine große Anzahl von Projektilen Platz sparend mitzuführen und auf große Distanz zielgenauer als mit dem Atlatl zu platzieren. Damit konnte sich der steinzeitliche Jäger auch der sich ändernden Wildpopulation (Aussterben von Mammut und Wollnashorn) anpassen und auf flüchtiges Wild wie Ren etc. mit guter Aussicht auf Erfolg Jagd machen.

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Die ältesten Steinspitzenfunde (Cueva de Parpallo, Valencia, Spanien) werden auf ca. 18.000 - 16.000 v.Chr. datiert, können aber nicht sicher als Pfeilspitzen identifiziert werden, weil ähnliche Spitzen auch im Zusammenhang mit dem Atlatl benutzt wurden. In der Grotte 'des Fadets' (Dép. Vienne, Frankreich) wurde eine Kalksteinplatte mit der Gravierung einer menschlichen Gestalt gefunden, die möglicherweise einen Bogen in der Hand hält. Das Alter dieser Platte wurde auf ca. 11.000 - 10.000 v. Chr. geschätzt.

ca. 11.000 v. - In einer Grabhöhle in St. Teodoro / Sizilien, wurde ein Skelett gefunden, mit dem Fragment einer Feuerstein-Pfeilspitze in der Hüfte.

Pfeilschäfte die in Deutschland gefunden wurden, wurden auf ca. 9.000 v. datiert. Die bislang weltweit ältesten eindeutigen Belege für das Vorhandensein der Bogenwaffe stellen die aus Kiefernspaltholz hergestellten Pfeile vom Fundplatz Stellmoor bei Hamburg dar. Diese mit Vorschaft (1), präzisem Verbindungsstecksystem (2) und Feuersteinspitze (3) ausgerüsteten Pfeile repräsentieren eine weit fortgeschrittene Technologie und datieren auf ca. 9.000 - 8.000 v.Chr.

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ca. 7000 v. Mittelsteinzeitlicher Bogen Typ Holmegard

Der älteste bekannte Bogentyp weltweit.

Funde von Bögen in Dänemark, die aus der Zeit zwischen 8.000 und 6.000 v. stammen.
Diese Bögen waren aus einem Stück und aus Eibe oder Ulme gemacht. Die Bögen waren "getillert".
(Gleiche Durchbiegung an beiden Wurfarmen.)

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Einen Beleg dafür, dass die Jagdwaffe 'Bogen‘ schon sehr früh auch als Kampfwaffe benutzt wurde, liefert eine mesolithische Felsmalerei (ca. 8000 v.Chr.) von 'les Dogues' (Castellón, Frankreich): Zwei Gruppen von Bogenschützen stehen sich im Schlachtgetümmel gegenüber, wobei auch ein Halbreflexbogen (Kreisausschnitt) zu erkennen ist.

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Tassili-n-Ajjer /Algerien. Felszeichnung beschreibt einen Bogenschützen in Ägypten.
Datiert auf ca. 7.500 v.

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Jungsteinzeitlicher Bogen Typ Bodman      (ca. 3500 v. Chr.)

Ein eleganter Bogen aus der Zeit von "Ötzi".

Fundort: Süddeutschland

3.300 v.Chr. - Ein ca. 45 Jahre alter Mann stirbt auf dem Similaun Gletscher in den Alpen, in der Nähe der heutigen italiensich-österreichischen Grenze. Sein mumifizierter Körper wird am 11. September 1991 gefunden. Nach langen Jahren der Untersuchung hat "Ötzi" endlich *zugegeben*,  wie er gelebt und gearbeitet hat.

Unter anderem bestand seine Ausrüstung aus einem Köcher mit 14 Pfeilen, einem Feuersteinmesser und (höchst verblüffend) eine Kupfer-Axt. Man hatte bis dahin angenommen, dass Kupfer erst 1.000 Jahre später in Gebrauch kam. Sein Köcher hatte eine Schutzkappe um die Federn trocken zu halten. Die hölzernen Schäfte waren mit Feuersteinspitzen versehen. Einige der Pfeile waren kürzer und von einem Linkshänder gemacht. Dies war an dem Neigungswinkel der Federn zu erkennen. Die anderen Pfeile waren länger und von einem Rechtshänder. Warum er unterschiedlich lange Pfeile hatte ist nicht bekannt. Obwohl schon 1991 gefunden, wurde erst 2001 entdeckt, dass Ötzi einem Mord zum Opfer fiel.

Es wurde in seinem Körper nahe der Lunge eine Pfeilspitze gefunden. 9

Ca. 2.800 v. Chr. - Die "Komposit Bögen" treten in Erscheinung, in Ägypter entwickeln man diesen Bogentyp später weiter. Hergestellt aus Holz, belegt mit Horn und Sehnen von Tieren und zusammengehalten mit Kleber. Der ungespannte Bogen hatte die Form eines 'C' und es brauchte 2 Leute ihn zu spannen. Die Sehne war eine "Darmseite" und aus Schafsdärmen hergestellt. Die Pfeile waren extrem leicht und flogen mit dem Komposit-Bogen über 350 Meter. Die Rüstungen der Zeit boten keinen Schutz vor dieser Waffe. Die Ägypter fuhren ihre Bogenschützen auf leichten Streitwagen, die blitzartig in die Flanke des Gegners kamen, was verheerende Folgen hatte..

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Ägyptischer Bogen und Pfeile von ca.
2.300 v. - 1.400 v.Chr.
Bogenlänge = 62"-68" (160-173cm)
Die Pfeile waren aus Schilf mit einem harten 8"(20cm) langem "Vorschaft" , der in den Schaft mit feinem Leinengarn eingebunden war. Am Ende eine Spitze aus Feuerstein. Die Befiederung war 3" (7,5 cm) lang und mit Harz geklebt.
Pfeillänge = 34"-37"(86-94cm).
Pfeilgewicht = 0.4-0.5oz(10-14gr).

2.500 v. - Akkanier (Babylonier) erobern das Land der Sumerer mit Bogenschützen.

 

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Um 1700 v. Chr. nutzen die im östlichen Nil-Delta ansässigen Händler aus Syrien/Palästina die Schwäche des Reiches aus und lösen sich von Ägypten. Die Hyksos (Fürsten der Fremdländer) können schließlich die Macht über Ägypten erringen und beherrschen das Land über ein Jahrhundert. Ihre Vasallen (16.Dynastie) regieren in Mittelägypten und Palästina. Nur Oberägypten wird noch von Ägyptern beherrscht. Eine Zeit gegenseitiger Duldung beginnt und die Hyksos bringen Pferd und Wagen, das Sichelschwert und den Kompositbogen als Neuerungen ins Niltal. In Ägypter entwickelt man diesen Bogentyp weiter. Gemacht aus Holz, belegt mit Horn von Tieren und zusammengehalten mit Kleber und Tiersehnen. Der ungespannte Bogen hatte die Form eines 'C' und es brauchte 2 Leute ihn zu spannen. Die Sehne war eine "Darmseite" und aus Schafsdärmen hergestellt. Die Pfeile waren extrem leicht und flogen mit dem Komposit-Bogen über 350 Meter. Die Rüstungen der Zeit boten keinen Schutz vor dieser Waffe. Die Ägypter fuhren ihre Bogenschützen auf leichten Streitwagen, die blitzartig in die Flanke des Gegners kamen, was verheerende Folgen

1479 - 1426 v. - Der Pharao Thutmosis III, soll, lt. Berichten, ein ausgezeichneter Reiter und Bogenschütze gewesen sein. Viele Bildnisse seiner Zeit sind erhalten. Er erweiterte das ägyptische Reich um Syrien und den Sudan.

1275 v. -  Schlacht von Kadesch zwischen Pharao Ramses II und Hethiter-König Muttalu. Der junge Pharao zieht den Hethitern mit 4 Divisionen und zwangsrekrutierten Unterworfenen, zusammen ca. 20.000 Soldaten, entgegen und erhält in der Nähe von Kadesch eine fingierte Nachricht, das sich die feindliche Armee vor Angst mehr als 250 Km nördlich nach Aleppo zurückgezogen hätte.  Der unerfahrene Pharao, der nur eine einzige Division vor Ort hat, befielt, ein Lager zu errichten und dann ohne weiten Kriegsrat, den Angriff auf Kadesch zu beginnen. Ein weiterer gefangener Spion, der unter Folter preisgab, dass die Hethiterarmee ganz in der Nähe auf die Ägypter warten würde, zeigte erst, in welcher tödlichen Gefahr sich der Pharao befand. Schnell wurde ein Bote zu der in der Nähe marschierenden Re-Division geschickt, um diese schnellstes heranzuführen. Die ahnungslosen Soldaten wurden von den Streitwagentruppen der Hethiter angegriffen und nur wenige entkamen in das Lager des Pharaos. Inzwischen griffen die Hethiter das Lager selbst an und bedrängten den Pharao. Seine Offiziere flüchteten in wilder Panik und er musste um sein Leben kämpfen. Nur durch einen glücklichen Zufall (die Hethiter, die keinen Sold bekamen, plünderten das Lager und verschenkten somit viel Zeit)  konnte der Pharao das Lager solange halten, bis seine vorausgeschickte Elitetruppe, die Naruna, ankamen. Weshalb der Hethiterkönig seine 37.000 Infanteristen nicht in die Schlacht schickte, bleibt ein Rätsel. Im Lager selbst kam es zum Blutbad, da keine der beiden Parteien den Kampf für sich entscheiden konnte. Mit nur noch zwei Divisionen wagte sich der Pharao nicht mehr weiter vor und lies sich in Ägypten als Sieger verewigen.

 

131209 v. - Merneptah, Sohn von Ramses II, schlug mit seinen Bogenschützen eine Invasionsarmee der Lybier und Seevölker.

Ganze 6 Stunden lang massakrierten die Bogenschützen den Feind. Als deren Anführer floh, wurden die demoralisierten Überlebenden von den schnellen Streitwagen und der Infanterie des Pharao vernichtet. Am Ende der Schlacht lagen ca. 9.400 Lybier und deren Verbündete tot auf dem Schlachtfeld.

 

1.200 - 700 v. – Die Assyrer entwickelt eine überlegene Kriegsmacht. Sie setzten völlig neuartige Belagerungswaffen ein, die jede Festung zu Fall brachte. Die Fußsoldaten kämpfen in kleinen Dreiergruppen, bestehend aus Schildträger, Speerkämpfer und Bogenschütze.

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776 v. - Bei den ersten Olympischen Spielen mussten angebundene Schweine als Zielscheiben herhalten.

700 - 100 v. - Die Skythen, ein Reiter- und Nomadenvolk aus der Steppen Russlands erscheint auf der Weltbühne. Mit ihnen beginnt das Zeitalter der berittenen Bogenschützen. Ihre Armeen dringen bis zu den Ägyptern, Medern, Thrakern und Assyrern vor. Sie erobern Niniveh und zerstören das Assyrische Reich (612 v.). Die skythischen Bogenschützen werden als Polizeitruppe von griechischen Städten angeheuert.

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514 - 512 v. – Die persische Invasion unter Darios dem Großen in den Süden Russlands wird von den Skythen abgeschlagen. Die Skythen stellen sich zu Schlacht auf und es kommt zur Unterhaltung zwischen den Anführern. Darios hält den Skythen vor, sie wären feige und würden vor dem Großkönig flüchten. Der Skythenkönig antwortete, dass es die Art der Skythen wäre, so zu taktieren. Wenn Darios eine Schlacht schlagen will, dann solle er die Kurgane (Grabhügel) der Vorfahren zerstören, dann würden die Skythen kämpfen und erst aufhören, bis dieser Frevel mit dem Blut der Perser abgewaschen wäre. Danach wendet sich der Grosskönig der Eroberung Griechenlands zu.

490 v. – Skythen bilden eine Allianz mit den Spartanern gegen die Persischen Eroberungs-Versuche.

490 v. - 'Schlacht von Marathon', die Athener Infanterie von 11.000 Männern mit langen Stosslanzen, Schilden, Schwertern und Rüstungen kämpfen in einer Phalanx, einer geschlossenen Formation. Sie schlagen die persischen Bogenschützen, nachdem sie die "Pfeilintervalle" berechnet hatten. Die persische Armee von 15 .000 Mann wurde in der Flanke angegriffen und verlor auf dem Rückzug zu ihren Schiffen mehr als 6.400 Männer. Die Athener verloren nur 192 Männer. Wie die Legende sagt, wurde ein Bote von Marathon nach Athen gesand (cas. 40 Km) wo er den Sieg verkündete bevor er an Erschöpfung starb. (Marathon-Lauf)

Die Leibgarde des Xerxes, die Unsterblichen, waren eine Elitetruppe, die mit Bögen und Speeren kämpften. Die begleiteten den Großkönig mit schussbereiten Bögen. 

Ca. 350 v. Die Sarmaten, ein verwandtes Reitervolk der Skythen, beginnen in deren Territorium einzudringen.

339 v. – Skythen und Macedonier im Krieg. König Atheas stirbt im Kampf mit den mazedonischen Truppen Philips II.(dem Vater Alexanders) im heutigen Rumänien.

330 v. – Zopyrion, ein General Alexanders des Großen, wird in der Nähe von Olbia mit seinem Heer von den Skythen vernichtet.

 

327 - 326 v. – Der indische Prinz Porus, der die Region zwischen den Flüssen Hydaspes (Jhelum) und Acesines (Chenab) zur Zeit der Invasion Alexanders des Großen in Baktrien (Punjab) regiert, leistet heftigen Wiederstand. Doch seine Kriegselefanten und die langsamen Fusstruppen wurden von Alexanders schnellen Reiterei und den berittenen Bogenschützen in der Schlacht am Hydaspes ausmanövriert und besiegt. Beeindruckt von seiner Taktik und seinem Wesen erlaubte Alexander ihm, seinen Königstitel zu behalten.

250 v. – Die Parther (Iran/Afghanistan) breiten sich aus und treten die Nachfolge der Perser an. Sie besaßen schwere Reiterei (Cataphracti) und berittene Bogenschützen. In der Schlacht schossen sie oft ihre Pfeile nach hinten auf den Feind, während sie scheinbar flohen (Parthische Schuss).

221 – 207 v. - Qin Shihuang, der erste Kaiser Chinas, dessen "Terracotta Armee" 1974 entdeckt wird, errichtet ein Grabgewölbe mit ca. 6.000 lebensgroße Figuren.

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Terracotta
Armbrustschütze

Gemalte
Rekonstruktion

Bronze
Armbrust
Bolzen

Rekonstruierte
Armbrust

Er trägt eine Plattenrüstung über einem "Schlachtgewand".

Colorierte Version basiert auf original Farbproben.

Dreieckige Spitzen auf runden Bolzen.
200mm lang.

Körper ist 720mm lang. Abzugsmechanismus aus Bronze. Geschätzte Schussentfernung: 800 m.

110 – 106 v. – Die Skythen werden in ihrem letzten Verbreitungsgebiet, der Krim, von König Mithridates Eupator von Pontos besiegt. Sie verlieren ihre Macht und ihren Einfluss und gehen in den Sarmaten auf.


36 v.  Kleineres Scharmützel zwischen Marcus Antonius und den Parthern, nahen Verwandten der Skythen.

53 v. - Parther und Römer treffen bei Carrhae erstmals in einer Schlacht aufeinander.  Crassus Legionen werden umzingelt und von den berittenen Bogenschützen unter Surenas mit tausenden Pfeilen eingedeckt. Der vorgetäuschte Rückzug der Parther veranlasst Crassus, die gesammte gallische Reiterei und einige Kohorten Infanterie hinterher zu schicken. Außerhalb der Sichtweite werden die Legionäre angegriffen und erreichen stark dezimiert die Hauptarmee. Die gallische Reiterei unter Crassus Sohn, sieht sich plötzlich nicht mehr einer flüchtenden Gruppe Bogenschützen gegenüber, sondern einer auf sie wartenden Übermacht. Nach einem Pfeilhagel versuchen die gallischen Reiter auf einem kleinen Hügel gegen die angreifenden mit Lanzen bewaffneten Panzerreiter standzuhalten. Überliefert von diesem Kampf ist die Tapferkeit der Gallier, die mit bloßen Händen die Lanzen der Gegner versuchen zu greifen. Es überlebt keiner. Der Kopf des jungen Crassus wird auf einen Speer gespießt und zu Crassus gebracht. Nun verliert Crassus völlig die Kontrolle und seine Legaten übernehmen das Kommando. Ohne den Schutz der Reiter versuchten die Legionäre in Schutzformation sich zu ihrem Ausgangslager durchzukämpfen. Wer nicht starb, ging in Gefangenschaft. Es wird davon berichtet, das die einzelnen parthischen Reitereinheiten von hunderten Lastkamelen ihren Nachschub an Pfeilen erhielten. Die Römer lernen den `Parthischen Schuss` kennen und fürchten. Durch diesen Sieg ermuntert, versuchen die Parther in Syrien einzufallen, werden aber von den römischen Legionen blutig geschlagen. Von nun an hatten beide einen Heidenrespekt voreinander.

 

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Sebastian kommandierte eine Einheit der Praetorianer-Garde des römischen Kaisers Diocletian. Nachdem bekannt wurde, dass er heimlich Christ war, weigerte er sich zu widerrufen. Der Kaiser befahl, ihn an einen Pfahl zu binden und von Bogenschützen erschießen zu lassen. Von mehreren Pfeilen getroffen hielt man ihn für tot. Aber ein Freund entdeckte, das er noch lebte und pflegte ihn gesund. Später verkündete er seinen Glauben auf den Stufen des Kaiserpalastes.
Der Garde wurde befohlen, ihn mit Keulen tot zu schlagen und sein Körper wurde in einen Abwasserkanal geworfen. Freunde bargen seinen Leichnam und setzten ihn in den Katakomben bei (288 n.)
 

376 n. - der Papst, St. Damascus, baut eine Basilika über Sebastians Grab, die eine der sieben Hauptkirchen Roms ist. Sebastian ist bis heute der Schutzpatron der Bogenschützen.

434 n. Chr.- Attila der Hunne – regierte als König von 434-453 n Chr.
Das hunnische Königreich lag im heutigen Ungarn. Attila  erweiterte sein Herrschaftsgebiet in schnellen Kriegszügen bis  an den Rhein, den Norden des Schwarzen Meeres und bis ans Kaspische Meer. Historische Quellen geben seine Armee mit 300 – 700.000 Soldaten an; zu der damaligen Zeit eine unvorstellbare Streitmacht. Die Niederlage seiner Armee bei den Katalaunischen Feldern (Chalons) in Jahre 451 durch die Verbündeten Westgoten und Römer war sein erster Kriegszug ins westliche Europa. Das folgende Jahr griff er Italien an, und wurde von der Tapferkeit Papst Leo’s, der ihm waffenlos entgegen ritt, so beeindruckt, das er von Roms Eroberung absah und in seine Hauptstadt nahe dem heutigen Budapest. Er starb völlig unromantisch nach einem Saufgelage zu Ehren seiner Hochzeit an Erstickung durch Nasenbluten und Erbrochenem.

552 n. - 'Schlacht von Taginae' - Der byzantinische Kaiser Justinian I. schickte seinen General Narses mit einer Armee von 20.000 Mann nach Italien, wo er in der Nähe des Apenninen Dorfes Taginae, nahe der Appia Flaminia, die Goten besiegte. Der gothische Führer Totila, befahl seinen Kriegern vor der Schlacht, nur Speere einzusetzen, wurde tödlich verwundet. Dieser Sieg, der den kaiserlichen Bogenschützen zu verdanken war, erlaubte nun Narses durch Italien zu marschieren, und Rom zu befreien.

500 - 900 n. Chr. – Die Byzantiner setzten zuerst berittenen Bogenschützen, und dann einen gewaltigen Angriff der schweren Panzerreiter gegen Sarazen, Vandalen Goten und Franken ein. Die avarischen Bogenschützen benutzten Steigbügel, mit deren Hilfe sie stehend schießen konnten, was die Treffgenauigkeit verbesserte. Gegen 900 n. Chr. setzen sie vermehrt Bogenschützen zu Fuß ein.

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Alamannischer Langbogen Typ Oberflacht       (ca. 550 n. Chr.)

Ungewöhnlicher Bogen aus der Spätantike bzw. dem frühem Mittelalter.

Fundort: Süddeutschland

 

Um 600 n. Die Wikinger setzten bei ihren Beutezügen auch Langbögen ein. Überliefert ist der Einsatz im Kampf gegen die Waliser.

Die Waliser lernten davon und fingen ebenfalls an, den Umgang mit den Langbogen zu erlernen und gelangten darin auch zur Meisterschaft. Als die Normannen unter Wilhelm dem Eroberer England eroberten, wurde ihnen besonders dadurch großer Schaden zugefügt.

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1066 n. - Die Schlacht von Hastings - König Harold von England erwartet die Invasion Wilhelms von der Normandie. Es wird behauptet, König Harold starb an einem Pfeil, der ihn ins Auge traf, was den Sieg für Wilhelm bedeutete.

Teil des Wandteppich von Bayeux. Er zeigt König Harold von einem Pfeil getroffen.

1099 n. - Kreuzzüge. Englische Ritter und Armbrustschützen greifen moslemische Truppen an, die hauptsächlich aus berittenen Bogenschützen mit Komposit-Bögen bestanden. Die schnellen leichten Reiter sind für die schwer gepanzerten Reiter nicht greifbar. Die Hitze tut ihr übriges dazu.

1100 n. - 2. August. William II., König von England stirbt an einem Pfeil, den Sir Walter Tyrel während einer Jagd im Wald abgeschossen haben soll. Sir Walter flieht aus dem Land. Ebenfalls mit von der Jagd-Partie ist Williams Bruder, dem es gelingt, unmittelbar nach dem Schuss als Henry I., Krone und Schatzkammer an sich zu bringen. Es entsteht sofort das Gerücht, dass dieser Schuss kein Unfall war, und das es um den Thron von Englands ging.

1100-1135 n. - Henry I., proklamiert, dass ein Bogenschütze KEIN Mörder ist, wenn er jemanden beim Bogen-Training tötet.

Gerade wegen dieser großen Treffsicherheit wurde die Verwendung von Pfeil und Bogen und Armbrust in Kriegssituationen im Jahre 1139 auf dem Zweiten Lateranischen Konzil unter Strafe verboten.

"Wir verbieten weiterhin unter Androhung des Bannfluchs, dass die tödliche und Gott widerwärtige Kunst der Armbrustschützen und Bogenschützen gegen Christen und Gläubige angewandt wird." (in: Joachim Bumke, ebenda, 1. Bd., S. 235)

1199 n. – König Richard wurde auf einer unwesentlichen Expedition von einem englischen Armbrustbolzen bei der Belagerung von Chalus-Chabrol getroffen, den ein französischer Verteidiger zurück geschossen hatte. Die ursprünglich unbedeutende Schulterverletzung durch den Armbrustbolzen; den Schilderungen nach scheint es zu einer brandigen Entzündung (Gasbrand?) der stümperhaft behandelten Wunde gekommen zu sein, an der Richard wenige Tage später unter großen Qualen. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass ausgerechnet Richard, der im Rahmen der Kreuzzüge am vehementesten den Einsatz der Armbrust betrieb, schließlich auch durch sie starb:

1155 - 1227 n. – Temujin, besser bekannt als Dschingis Khan, der "Groß-Khan der Mongolen", erobert ein Weltreich. Die Mongolen waren Experten als berittene Bogenschützen und benutzten hohe Steigbügel um in alle Richtungen schießen zu können. Sie benutzten Komposit-Bögen. Sie lösten die Sehne mit dem Daumenring. Die "tödliche Entfernung" betrug ca. 270 Meter, die max. Schussentfernung, ca. 600 Meter. Die Soldaten trugen oftmals keine Rüstungen, dafür Seidenunterwäsche um das Verletzungsrisiko so gering wie möglich zu halten. Das lose Seidengewebe wickelte sich um die Pfeilspitze ohne zerschnitten zu werden. Dies erlaubte die saubere Entfernung des Pfeils durch vorsichtiges ziehen am Stoff. Es verhinderte weitere Schnitte von Widerhaken und verringerte das Infektionsrisiko.

Ihre Taktik gegen einen anmarschierenden Gegner war es, mit einer kleinen Angriffstruppe den Gegner in einen Kampf zu verwickeln und dann, mit dem Feind auf den Fersen, zu fliehen. Die kleine Truppe lockte den verfolgenden Feind in einen vorbereiteten Hinterhalt. Dort wurde der Feind von den Bogenschützen umzingelt und mit einem Pfeilregen eingedeckt. Zum Schluss preschte die schwere gepanzerte Reiterei vor und gab den Überlebenden den Rest. Die mongolische Armee wandte grausame Taktiken gegen Städte an, tötete oftmals die gesamte Bevölkerung. Das brachte Angst und Panik in die Region und machte die Kapitulation der anderen Städte leichter.

Auch den Reiterbögen der „Goldenen Horde“, der Mongolen Dschingis Khan’s, und der von Dschingis Khan’s General Subotai angewandten flexiblen Taktik auf der Basis der Strategeme Sunzi's hatte die schwer gepanzerte und damit unbewegliche Ritterschaft Europas nichts mehr entgegen zu setzen: Die Schlachten von Liegnitz (30.000 Tote), Gran (Vernichtung einer kompletten ungarischen Armee), Sajo (80.000 Tote) und Pest (100.000 Tote) im Jahre 1241 waren regelrechte Massaker. Subotai‘s Europa-Feldzug kostete über 1.000.000 Menschen das Leben, weswegen die Mongolen auch als „Tartaren“ (von gr. "tartaros" = Unterwelt = „Wesen aus der Hölle“) bezeichnet wurden. Zwei Ursachen verhinderten im Jahre 1242 den Durchmarsch der zu diesem Zeitpunkt unbesiegbaren Mongolen bis zum Atlantik, der die abendländische Geschichte sicherlich nachhaltig verändert hätte: Der Tod des 2. Khan Ogodai am 11.12.1241 erforderte die Teilnahme Subotai’s an der Neuwahl des Khan und damit den Rückzug des Heeres. Die Milzbranddurchseuchung Ungarns trug, wie Winkle vermutet, ebenfalls nicht unwesentlich zum Rückzug der Mongolen bei.

1227 n. - In Namenslisten findet man den Namen "Robert Hood" unter *Flüchtling*. (Robin Hood?)

1242 n. - Schlacht von Taillebourg – Die englische Armee verliert gegen Frankreich - 700 Armbrustschützen eingesetzt.

1252 n. - "Festlegung der Waffen" - Es wird von den Männern, die Land besitzen im Wert zwischen 40-100 Shillings, gefordert, dass sie sich selber ausrüsten mit: Schwert, Dolch, Bogen und Pfeile. Die Männer deren Land weniger als 40 Shilling wert ist, haben sich mit Bogen und Pfeilen auszurüsten. Dies betrifft alle Männer zwischen 15 und 60 Jahren.

1333 n. - 19. Juli - Schlacht von Halidon Hill. Die schottische Armee wird von Edward III. von England geschlagen, der zum ersten Mal das ganze Potential der englischen Langbögen in einer Schlacht demonstrierte.
Die 22.000 Schottische Reiter (schwere Kavallerie) werden von 2.000 englischen Langbogenschützen und 500 englischen Rittern geschlagen.

1346 n. - 26. August - Schlacht von Crecy - Edward III. von England führt seine Armee gegen die Franzosen. Einige Berichte dieser Schlacht sagen, dass die englischen Bogenschützen ihre Sehnen aus Flachs unter den Helmen trugen um sie trocken zu halten. Es hatte zuvor tagelang geregnet. Die französische Abteilung der Armbrustschützen wurden direkt von vorn angegriffen. Doch, bedingt durch den Regen, trafen sie nicht viel und sehr viele Sehnen rissen. Die englischen Bogenschützen überschütteten sie mit Pfeilen, bevor sie nachladen konnten. Die meisten der Armbrustschützen flohen. Die französischen Ritter versuchten eine Gegenattacke aber wurden von den Langbognern stark dezimiert. Die Franzosen hatten 1.542 Tote, die Engländer 50 Tote.

 

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Französische Armbrustschützen (links) benutzen eine Kurbel um die Waffe neu zu spannen, während die englischen Langbogenschützen sie mit einem Hagel von Pfeilen überschütten.

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Armbrust mit Kurbel

1356 n. - 19. September - "Schlacht von Poitiers" - Edward III. von England schlägt König Johan II von Frankreich. Die englischen Truppen nahmen Stellung in einem Sumpfgebiet nahe eines Flusses. Als die französischen Ritter angriffen, blieben sie stecken und waren leichte Ziele für die englischen Bogenschützen. König Johann wurde gefangen genommen, in den Londoner Tower gebracht und erst gegen ein Lösegeld von 3.000.000 Gold-Kronen wieder frei gelassen.

1415 n. - 25. Oktober - Schlacht von Agincourt - Heinrich V. von England wurde mit seiner Armee vom französischen Heer in der Nähe von Calais angegriffen. Den 30.000 französischen Soldaten standen 6.000 englische Soldaten, hauptsächlich Bogenschützen, gegenüber. Die Armeen standen sich mehrere Stunden bewegungslos gegenüber um zu sehen, wer den ersten Zug machen würde. Heinrich befahl den Angriff und wies seine Bogenschützen an, in kurzer Entfernung vor ihnen angespitzte Pfähle in den Boden zu rammen. Dieses Vorgehen, verleitete die Franzosen zu einer Kavallerie Attacke. Der Angriff wurde abgewiesen, die zurückweichenden Franzosen gerieten in die zweite Welle der vorrückenden, eigenen Armee. Dies brachte Verwirrung in die französischen Truppen. Die englischen Bogenschützen schossen so lange Pfeil auf Pfeil in die französischen Truppen, bis sie keine Pfeile mehr hatten. Danach griffen die Bogenschützen mit Schwert, Dolch und den schweren Hämmern mit denen sie die Pfähle eingerammt hatten, an. Die meisten Schlachtberichte reden von ca. 12.000 toten Franzosen und nur ca. 100 toten Engländern. Andere Berichte sprechen nur von ca. 30 toten Engländern.

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Die Schlacht von Agincourt - Langbogenschützen in vorderster Linie, Ritter dahinter.

1450 n. - Früheste überlieferte Ballade, "Robin Hood und der Mönch".

1457 - James II., König von England, verfügt, das die Sportarten Fußball und Golf verboten werden, da sie die Männer vom Training mit dem Bogen abhalten würden.

1472 - Üben und Training des Bogenschießens ließen nach, da es an geeignetem Rohmaterial für Bögen mangelte.

1477 - Edward IV., König von England, verbietet eine frühe Version des "Cricket" weil es die Männer vom Bogen Training abhält.

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Beispiele versch. Pfeilspitzen, wie sie im 15. Jahrhundert benutzt wurden..

Die Spitze mit "Widerhaken" war die am meisten benutzte. Die schmale dreieckige Spitze durchdrang mühelos die Kettenhemden. Die "Halb-Mond" Spitzen wurden gegen die ungepanzerten Pferde eingesetzt und rissen große Wunden.

 

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Risszeichnung einer Belagerungs-Armbrust von Leonardo da Vinci. Er war zu der Zeit als "Belagerungs- Ingenieur" am Hofe von Franz I. von Frankreich angestellt.

1500 - 1550 - Die Balladen über Robin Hood "Lyttell Geste of Robyn Hode".
'Robin und der Ritter', 'Robin, Little John und der Sheriff', 'Robin und der König' und 'Robin Hoods Tod'.
Maid Marion ist nicht Teil der original Geschichten, wurde wahrscheinlich in späteren Geschichten "eingefügt"

1508 - Der Gebrauch der Armbrust wurde in England verboten um den Bogen zu fördern.

1510 - König Heinrich kauft 40.000 junge Eiben-Stämme als Rohmaterial für Bögen vom Dogen von Venedig, da im eigenen Land Mangel an guten Bogenholz herrschte.

1513 - 9. September, Schlacht von Flodden, in der Nähe von Branxton, Northumberland. James IV., König von Schottland, überschreitet die Grenze am 22. August mit einer Armee von ca. 30.000 Mann und Artillerie Unterstützung. Thomas Howard, Earl of Surrey, versammelt eine Armee von 20.000 Mann und stellt sich ihm entgegen. Er fürchtet, die Schotten könnten über die Grenze zurückweichen und schickt James eine öffentliche Herausforderung. James ist einverstanden, mit dem Kampf bis zum 9. September zu warten. Die Schlacht begann am späten Nachmittag. Die Schotten kämpften hartnäckig aber die englischen Helebarden
(2,50m) waren den 4,50 m langen Speeren der Schotten überlegen. Die englischen Bogenschützen bewiesen ebenfalls ihre Überlegenheit. Als die Nacht anbrach, war die schottische Armee vernichtet. James war tot, zusammen mit über 10.000 seiner Männer.

1520 - Heinrich VIII. demonstriert seine Fertigkeit mit dem Langbogen auf einem Gipfeltreffen am Hofe des französischen Königs. Er traf wiederholt das Zentrum der Scheibe in 220 Meter Entfernung!
 

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Heinrich VIII. demonstriert seine Fertigkeit mit dem Langbogen.

1520 - Die Muskete ist erfunden und löst bald den Bogen als Kriegswaffe ab.

1534 - König Heinrich befiehlt 30.000 Bögen herzustellen und im Tower von London einzulagern.

1545 - König Heinrichs Flaggschiff "Mary Rose" sinkt in der Nähe von Portsmouth, England. Die Überreste werden 1982 entdeckt. An Bord über 100 Langbögen aus feinster Eibe. Nach Begutachtung der Bögen kam man zu dem Ergebnis, das das durchschnittliche Zuggewicht ca. 90 lbs. betrug. Aus dem Bericht des Expeditionsleiters Alexander McKee geht allerdings ganz klar eine Zugkraft von bis zu 40 kg hervor (4 Seite 152), das entspricht bei Umrechnung auf das englische Pfund einem Zuggewicht von 88,18 pounds (Umrechnung: 1 pound = 0.4536 Kilogramm).
( Man kann sich vorstellen, was eine Armee von 1000 Bogenschützen einem Angreifer zusetzen kann. Berichte davon, dass sich der Himmel von Pfeilen verdunkelte, beruhen auf Tatsachen!)
Roger Ascham veröffentlicht sein Buch 'Toxophilis' (Liebhaber des Bogens). Es war das erste Buch in englischer Sprache über das Bogenschießen.

1588 - 10.000 Soldaten der englischen Flotte, bewaffnet mit Musketen, besiegen die spanische Armada. (Die Ablösung von Pfeil und Bogen im Krieg hat sich vollzogen.)

1595 – Befehl an die englischen Seestreitkräfte ALLE Bögen gegen Musketen auszutauschen

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Fußsoldat mit Langbogen. Er hält ebenso seine Lanze bereit gegen Kavallerie-Attacken.
Er hat ein Schwert für den Nahkampf(ca. 1625).

1627, befanden sich englische Bogenschützen im Solde Kardinal Richelieus bei der Belagerung von Larochelle und dem Angriff auf die Insel Re.

1644 - Tipper Muir - Die letzte Schlacht bei der englische Bogenschützen eingesetzt werden!

1673 - Das Bogensport Turnier: "Ancient Scorton Arrow" wird in Yorkshire, England ins Leben gerufen. (Es ist das älteste Turnier, das heute noch ausgetragen wird.)

1676 - Die "Königliche Bogenschützen Gesellschaft" schießt zum ersten mal ein "Clout" Turnier. Es werden Langbögen benutzt. Das Ziel ist weiß und hat einen Durchmesser von 31 Zoll bei einer Entfernung von 200 bis 260 Metern.

1683 – Belagerung Wiens. Die Türken setzen während der Belagerung Wiens Bogenschützen mit Komposit -Bögen ein. Es wird überliefert, dass den Bogenschützen während der Schlechtwetterphasen die Bögen zu hunderten um die Ohren schlugen.

1798 - Ein Leibwächter des Sultans Selim, (bezeugt vom britischen Botschafter) schießt einen Pfeil 889 Meter. Ein Rekord der für fast 200 Jahre nicht übertroffen wurde.

1872 - Ephraim Morton aus Plymouth, Massachusetts, USA - bekommt ein Patent auf einen Bogen mit Holzmittelteil und Wurfarmen aus Stahlruten.

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Der erste Wettkampf der NAA = National Archery Association, 1879 in Chicago, USA.

1900 - Bogenschießen bei den olympischen Spielen - auch in 1904, 1908 and 1920.
Frauen durften mit dem Bogen teilnehmen in 1904 und 1908.

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Damen Wettkampf, 1908 mit dem Langbogen.

1911 - Dr. Saxon Pope begegnet 'Ishi' (ein Yana Indianer) und lernt die Bogenjagd.

1913 - "Robin Hood" - Ein Stummfilm.

1920 - Bogensport bei Olympia. Tritt bis 1972 nicht wieder auf.

1922 - "Robin Hood" - Tonfilm mit Douglas Fairbanks als Robin Hood.

1931 - FITA (International Archery Federation) wird gegründet.

1934 - Der US Staat Wisconsin erlaubt zum ersten Mal Bogenjagd in den USA.

1937 - Ein Bogen Visier wird zum ersten mal bei einem NAA Turnier benutzt.

1941 - Larry Hughes benutzt Aluminium Pfeile und gewinnt die US Meisterschaft. Henry   Bitzenburger erfindet sein berühmtes Befiederungsgerät.

1953 - 'Bear Archery' entwickelt und verkauft die ersten Recurve -Bögen.

1966 - IFAA (International Field Archery Association) wird gegründet.

1969 - 30. Dezember - Holless Wilbur Allen bekommt das Patent auf seine Entwicklung des Compoundbogens, den er 3-4 Jahre früher entworfen hat. Mr. Allen war ein guter und bekannter Bogenjäger der von den aktuellen Bögen enttäuscht war und sich entschied einen völlig neuen Jagdbogen zu bauen. Sein Originalentwurf hatte "dreieckige" Rollen.

1970 - Compoundbögen und Releases werden erstmals bei einem Wettkampf in Las Vegas eingesetzt und werden von der NFAA akzeptiert.

1972 - Bogenschießen wird erneut Teil des olympischen Programms in München, für Männer und Frauen.

1982 - 12. Commonwealth Spiele - Brisbane, AUS. Bogenwettkampf. Neroli Fairhall aus Neuseeland, querschnittsgelähmt, schießt aus ihrem Rollstuhl und gewinnt die Frauen Doppel-FITA.
 

1985 - FITA bestimmt die "große FITA" für olympische Spiele.

1988 - Olympische Spiele in Süd Korea. Der Mannschafts-Wettkampf wird beim Bogenschießen eingeführt.

1990 - Die "Olympic Round elimination" wird von der FITA für olympische Spiele vorgeschrieben um das Publikumsinteresse zu verstärken.

1991 - "Robin Hood: König der Diebe" - Kevin Costner als Robin Hood.
( Das schießen eines Pfeils in einen anderen Pfeil wir heute immer noch als "Robin Hood"-like bezeichnet.)

1992 - Barcelona Olympische Spiele. Der zweimalige, spanische Paralympic-Sieger, Antonio Rebollo schießt bei der Eröffnungszeremonie einen brennenden Pfeil und entzündet damit das olympische Feuer. Das inspirierte spanische Männer-Team gewinnt die Goldmedaille.
Matt McPherson gründet Mathews Archery Co., und erfindet das "Single Cam"!
The ASA (Archery Shooters Association) wird speziell für 3-D gegründet.

1995 - Weltmeisterschaft, Jakarta, Indonesien. Zum ersten mal werden die Compoundbögen zum Wettkampf zugelassen.

1996 - Sommer Olympiade in Atlanta. Goldmedaille der Herren - Justin Huish. Mannschaft: Gold-USA, Silber: Süd-Korea, Bronze: Italien. Damen-Team: Gold-Süd-Korea, Silber-Deutschland, Bronze: Polen.

1997 - Weltmeisterschaft, Victoria, British Colombia. Süd-Korea gewinnt bei den Damen und Herren mit dem Recurve.

1999 - Sydney "International Golden Arrow" Wettkampf. 120 Bogenschützen aus 30 Ländern messen sich auf dem Olympiagelände, Homebush Bay, Sydney, Australien. Eine der Wettkämpferinnen ist der Filmstar Geena Davis.

2000 - September - Sydney Olympische Spiele -Bogen Wettkampf.
Damen - Einzel -         Gold, Mi-Jin Yun (Süd Korea)
                                   Silber, Nam-Soon Kim (South Korea)
                                   Bronze, Soo-Nyung Kim (Süd Korea)

Herren - Einzel -         Gold, Simon Fairweather (Australien)
                                    Silber, Victor Wunderle (USA)
                                    Bronze, Wieste van Alten (Netherlands)

Damen Team -           Gold, Süd Korea
                                    Silber, Ukraine
                                    Bronze, Deutschland

Herren Team -            Gold, Süd Korea
                                    Silber, Italien
                                   Bronze, USA

2001 - Neue Entwicklungen im Materialbereich bringen leichtere und stärkere Bögen und leichtere und stärkere Pfeile. Pfeilgeschwindigkeit nimmt zu und bringt bessere Genauigkeit über lange Entfernungen.

Zusammenstellung: Uwe Guardian

 

 

Beim Bogenschießen gibt es mehre Schießarten.

Bogenschießen auf Scheibe in der Halle

Die FITA sieht für diese Disziplin nur das Schießen mit Olympischen oder Compound-Bögen vor. Geschossen werden pro Durchgang 30 Pfeile auf 40 cm Auflagen von 18 m Entfernung. Weiterhin können Ausscheidungsrunden und Finalrunden für Einzelstarter und für Mannschaften ausgetragen werden. Diese basieren dann auf dem K.O.-System, angefangen von den 32 besten Schützen aus der Ausscheidungsrunde bis hin zum Zweikampf um Gold und Silber bzw. Bronze und Blech.

Bogenschießen auf Scheibe im Freien

Solche FITA Runden können von Schützen mir Olympischen und Compound-Bögen geschossen werden. Bei den Olympischen Spielen kommt nur der Olympische Bogen zum Einsatz, schießt man mit einem Standardbogen, so heißt die Runde Standardrunde. Geschossen wird von 70, 60, 50 und 30 m bei den Damen und von 90, 70, 50 und 30 m bei den Herren. Bei den 2 längeren Distanzen schießt man jeweils auf Auflagen mit 122 cm Durchmesser, bei den kürzeren Distanzen auf 80 cm-Auflagen. Je Distanz werden 36 Pfeile geschossen. Auch hier können wieder Ausscheidungs- und Finalrunden geschossen werden. Es ist auch möglich eine Doppelte FITA Runde auszutragen. Dabei werden an einem Tag alle Distanzen durchgeschossen und das am nächsten Tag wiederholt.

Clout Bogenschießen

In dieser Disziplin werden pro Durchgang 36 Pfeile auf eine von der FITA vorgeschriebene Distanz geschossen, Langstreckenschießen auf ein kreisförmiges, 48 Fuß großes, flach auf dem Boden befindliches Ziel. Eine Abfolge von verschiedenfarbigen Kreisen markiert die Entfernung der Ringe von der Mitte. Die Entfernung für Herren beträgt 163 Meter, die für Damen 109 Meter oder, 127 Meter.

Feldbogenschießen

Feld Runde: Hier werden je 3 Pfeile auf eine Anzahl (12 - 24 Stück, wobei die Anzahl durch 4 teilbar sein muss ) von Scheiben geschossen, die im Gelände (Wiese, Feld, Wald, Steinbruch, ...) aufgestellt werden. Arrowhead Runde: Hierbei schießt man zwei getrennte Feld Runden, wobei die Entfernungen von der FITA festgelegt werden und diese dem Schützen bekannt sein können oder auch nicht. Wald Runde: Diese Runde ist gleich der Feld Runde, wobei auch hier die Entfernungen von der FITA festgelegt werden, und diese wie bei der Arrowhead Runde dem Schützen bekannt sein können oder nicht. 3D Tier Runde: In dieser Runde werden Umrisstierscheiben unterschiedlicher Größe verwendet, wobei eine Linie die Außenkante und eine den Herz/Lungen-Ring darstellt. Es können beliebig viele Scheiben pro Kurs aufgestellt werden. Die Entfernungen werden von der FITA vorgeschrieben. Auf jede Scheibe wird pro Schütze 1 Pfeil geschossen. In dieser Runde darf zusätzlich die Bowhunter-Disziplin mitschießen. Weltmeisterschafts Feld Runde: Zuerst wird eine Qualifikationsrunde aus 2 Feld Runden geschossen, eine mit bekannten und eine mit unbekannten Distanzen. Dann werden Ausscheidungsrunden geschossen (je 3 Pfeile auf 12 Scheiben, 6 mit bekannten, 6 mit unbekannten Entfernungen), anschließend folgt die Halbfinalrunde (je 3 Pfeile auf 2x4 Scheiben mit bekannten Distanzen), und dann die Finalrunde (je 3 Pfeile auf 2x4 Scheiben mit bekannten Distanzen).

Flight Bogenschießen

6 Pfeile werden auf eine möglichst große Entfernung geschossen.

Jagdbogen und 3-D

Dabei wird im Gelände auf 3-D-Tiere geschossen. Die Entfernungen sind unbekannt. Dabei können Entfernungen von 5-60 Meter geschossen werden.  Für die verschiedenen Disziplinen werden verschiedenfarbige Abschusspflöcke verwendet. Alle Teilnehmer einer Disziplin, die Visiere verwenden dürfen, außer U14, schießen vom roten Pflock. Alle Teilnehmer einer Disziplin, die keine Visiere verwenden dürfen und U14, schießen vom blauen Pflock. Für die Teilnehmer der Disziplinen Langbogen und Jagdbogen können an Stelle der blauen Pflöcke weiße Pflöcke verwendet werden.

Ski-Arc

Archery Biathlon (Bogenbiathlon)
Dieser Wettbewerb läuft ähnlich ab, wie der bekannte Biathlon. Die Schützen bewältigen auf Langlaufskiern die Strecke zwischen den Schießständen. Auf letzteren schießen sie mit vorne stumpfen Pfeilen auf Scheiben, die aussehen wie die beim Biathlon, und beim Aufprall ebenfalls nach hinten klappen. Auch die Ski-Arc-Atlethen müssen ihre Waffe immer mitführen

Bogenlauf


Ist eine Kombination aus Langlauf und Bogenschießen.
Ähnlich wie beim Biathlon werden nach einer Laufstrecke an Schießständen Pfeile auf Klapptafeln geschossen.

Maße - und Gewichts - Umrechnungen

1 Pfund = 0,45 kg
1 feet/sec = 0,3048 m/sec = 1,0973 km/h
1 Grain = 0,065 g
1 Yard = 0,91 Meter
1 Zoll = 2,54 cm

Diese Tabelle zeigt, wie wenig man wackeln darf, um noch zu treffen.

Auflage (cm) 40 40 60 80 80 122 122

Entfernung (m) 13 18 25 30 50 70 90
Ringe Abweichung in Prozent          
1 0,8814 0,6366 0,6875 0,7639 0,4584 0,4993 0,3883
2 0,7933 0,5729 0,6188 0,6875 0,4125 0,4494 0,3495
3 0,7051 0,5093 0,5500 0,6111 0,3667 0,3994 0,3107
4 0,6170 0,4456 0,4813 0,5347 0,3209 0,3495 0,2718
5 0,5289 0,3820 0,4125 0,4584 0,2750 0,2996 0,2330
6 0,4407 0,3183 0,3438 0,3820 0,2292 0,2496 0,1942
7 0,3526 0,2546 0,2750 0,3056 0,1833 0,1997 0,1553
8 0,2644 0,1910 0,2063 0,2292 0,1375 0,1498 0,1165
9 0,1763 0,1273 0,1375 0,1528 0,0917 0,0999 0,0777
10 0,0881 0,0637 0,0688 0,0764 0,0458 0,0499 0,0388

Womit wird geschossen?

Recurve

Der Recurve-Bogen hat sich in den letzten Jahrzehnten aus den ursprünglichen Holz- und Metallbögen entwickelt. Heute wird dieser Bogen aus verschiedenen Holz- und Kunststoffarten gefertigt. Verschiedene Stabilisatoren und ausgereifte Visiere sind wichtiges Zubehör. Der Recurve-Bogen ist ein Bogen, der mit sog. Recurves ausgestattet ist, d.h. zurückgelegten Wurfarmenden, die sich im Zeitpunkt des Lösens vom Schützen wegbiegen. In diesem Teil des Bogens wird die meiste Energie gespeichert.
Beim Schiessvorgang ist deutlich zu spüren, dass der Bogen mit vergrößerndem Auszug immer mehr an Pfundstärke zunimmt. Meistens sind Recurve-Bögen mit abnehmbaren Wurfarmen ausgestattet, die den Transport in kürzeren Taschen oder Koffern gestatten. Dies ist heute die gebräuchlichste Bogenart bei olympischen Spielen.

Compound
Das ist der genaueste Bogen, den der Mensch bis jetzt gebaut hat. Mit ihm kann am treffsichersten geschossen werden. Durch sein Kabel/Rollen-System ist es zudem möglich mit höherer Spannkraft zu schießen, ohne den Schützen zu überlasten. (Reduktion im Anschlag von 40-60 %). Durch die höhere Spannkraft werden die Pfeile schneller und die Flugbahn wird flacher. Der Compound-Bogen ist ein moderner Bogen, der mit dem Flaschenzugprinzip arbeitet. Er verfügt über je eine Rolle am oberen und unteren Wurfarm, über die zwei Kabel geleitet werden. Hat man den Bogen über einen bestimmten Punkt hinweg ausgezogen, wird das Zuggewicht um ca. die Hälfte reduziert. Bei vielen Schützen ist der Bogen sehr beliebt auch bei Turnieren.
Langbow
 

Er ist der eigentliche Vorgänger aller heutigen Bögen, aus der Zeit von (Robin Hood). ein Bogen aus edlem Hartholz, ohne Visier. Technisch ist dieser Bogen längst überholt, doch von seinen Liebhabern immer mehr geschätzt. Es wird damit noch "richtig instinktiv,, geschossen. Es erfordert einiges an Übung bis man beständig ins Ziel trifft.

 

Blankbogen

Das können Recurve- und Compound-Bögen sein. Sie werden jedoch immer ohne Visierung, ohne Visier und Stabilisatoren verwendet. Um auf unterschiedliche Entfernungen zu schießen, wird nur über die Pfeilspitze gezielt und der Anker- bzw. der Sehnenpunkt verändert.

 

Sonderform Kyodobogen

Der "Weg des Bogens" ( Kyu = Bogen, Do = Weg ) hat sich aus den Kriegskünsten der japanischen Ritter entwickelt.
Im 16. Jahrhundert verdrängte die Einführung der Feuerwaffen allmählich den Bogen als Kriegswaffe, jedoch behielt er als ein Instrument für Jagd und Sport und vor allem als Mittel zur persönlichen Weiterentwicklung seine Bedeutung. In verschiedenen Lehrrichtungen sind Technik und Geistesschulung bis heute erhalten.  Neben der besonderen Übungsmethodik ist vor allem der Bogen auffällig unterschiedlich gegenüber westlichen Sportbögen. So hat der asymmetrisch gegriffene Bogen z.B. keinerlei Zieleinrichtung oder Pfeilauflage, die Sehne wird mit dem Daumen gezogen und neben dem eigentlichen Schießen werden eine Reihe zeremonieller Bewegungsformen in der traditionellen Kleidung geübt.

Wertungsklassen im 3D/Feld-Bereich

 

Punktewertung der Fita

Die Punktewertung erfolgt anhand dieser Scheibe und wird in verschiedene Klassen aufgeteilt.

 

z B:        Herren Ü45 Recurve

PL.   STN     NAME    VEREIN  90m  70m  50m 30m TR. 10  X  GES.
 3c xxxxxxxxxxxxxx  xxxxxxxxxxxxx 277  299   283 334 144  29 8 1193 
 2  1c xxxxxxxxxxx   xxxxxxxxxxx  283  285  301 314 143  29  10 1183
 3 4c xxxxxxxxxxxx  xxxxxxxxxxxx  246 283 296  336 143  22 5 1161
 4  2c xxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxxxxx   254 259 273  336 143   25 9 1122

Leistungsabzeichen und Sterne

Halle 520 530 540 550 560 570 580 590

für Recurve U17 bis Ü55

Halle   «C» 520 C 530 C 540 C 550 C 560 C 570 C 580 C 590 C

für Compound U17 bis Ü55

Halle Verbandsschild

für Recurve und Compound U14

500

für Recurve und Compound U12

500
FITA 975 1025 1075 1125 1175 1225 1275 1325

für Recurve U20 bis Ü50

FITA     «sen» 975 sen 1025 sen 1075 sen 1125 sen 1175 sen 1225 sen 1275 sen 1325 sen

für Recurve Ü55

FITA     «C» 975 C 1025 C 1075 C 1125 C 1175 C 1225 C 1275 C 1325 C

für Compound U14 bis Ü55

FITA     «J» 975 J 1025 J 1075 J 1125 J 1175 J 1225 J 1275 J 1325 J

für Recurve U17

FITA     «S» 975 S 1025 S 1075 S 1125 S 1175 S 1225 S 1275 S 1325 S

für Recurve U14

FITA Verbandsschild

für Recurve und Compound bis U12

600
Feld Feldrunde einfach 150 175 200 225 250 275 300 325
Feldrunde doppelt 425 475 525 575 625
Waldrunde 9 10 11 12 13 14
für alle Altersklassen und Bogenarten

DBSV Stern neu 1375 Rosa

Leistungsabzeichen und Sterne werden bei Vorlage der abgezeichneten Wertungskarten an alle Bogensportler vergeben,
eine Mitgliedschaft im DBSV ist dafür nicht notwendig.

Sind bei einem DBSV - Sternturnier die erforderlichen Ringzahlen geschossen worden (siehe Tabelle), so können die entsprechenden Leistungsabzeichen bzw. DBSV - Sterne gegen eine Gebühr von 10,00 DM empfangen werden. 

 

Fachchinesisch für Bogenschützen

Alle Ins Gold Bogenschützen-Gruß derjenigen, welche die olympische Disziplin des Bogenschiessens betreiben.
Ankerpunkt  Ein bestimmter Punkt - üblicherweise im Gesicht des Bogenschützen - der beim Spannen des Bogens von der Zugband berührt wird.
Armschutz Ein Stück festen Materials, das dazu dient, den Bogenarm vor einer schmerzhaften Berührung mit der Sehne zu schützen. In der Regel wird ein Armschutz aus Leder oder einem lederähnlichen Material gefertigt und an der Innenseite des Unterarms befestigt. Für Anfänger empfiehlt sich ein Armschutz, der sowohl Unter- als auch Oberarm schützt.
Auszugslänge Distanz, über die der Schütze den Bogen zu spannen hat, um zu seinem Ankerpunkt zu gelangen, gemessen von der Vorderkante des Bogens.
Abprallen

Der Pfeil trifft auf das Ziel und prallt von dort zurück.

Barebow = Blankbogen: Bogen ohne Visier. Barebowschießen stellt eine Disziplin des Bogenschiessens dar
Backung Beim traditionellen Bogen die Verstärkung auf der dem Schützen abgewandten Seite des Bogens.
Bogennocken Die zwei Einschnitte an den beiden Wurfarmenden, die die Sehne in Position halten sollen
Bogenfenster

Der ausgeschnittene Teil über dem Griff, auch Sichtfenster genannt.

Bogensehne Sehne eines Bogens, meist aus Dacron oder Fast Flight.
Bogenlänge 

 

Gesamtlänge des Bogens. Wird bei Recurve-Bogen von einem zum anderen Ende der Wurfarme gemessen; bei Compound-Bogen von einer Achse zur anderen. Bei Recurve-Bogen bestimmt sich die Bogenlänge nach der Auszugslänge des Schützen. Bei einer Auszugslänge von bis zu 28 Zoll sollte ein Bogen von 66 Zoll Bogenlänge verwendet werden. Beträgt die Auszugslänge 28 bis 30 Zoll, kann ein Bogen von 68 Zoll Länge geschossen werden. Für längere Auszugslängen werden Bogen von 70 Zoll Länge empfohlen.
Befiederungsgerät Technisches Hilfsmittel, das es ermöglicht, alle Federn in einem gleichmäßigen Winkel und mit einem gleichmäßigen Abstand zur Nock auf den Pfeil aufzukleben.
Barreled Pfeilschaft, der sich an beiden Enden verjüngt und gute Flugeigenschaften hat.
Befiedern Versehen des Schafts mit Weichplastikfahnen oder Naturfedern. Je nach Pfeil und Verwendungszweck sind Federn unterschiedlicher Längen erhältlich. Gleichgültig aus welchem Material die Befiederung besteht, dient sie immer dazu, den Pfeilflug zu stabilisieren. In der Regel werden die Schäfte mit 3 Federn befiedert.
Blundspitze Spitzenform, die an der "Spitze" nicht spitz, sondern platt ist. Wird insbesondere zur Jagd von Kleinwild verwendet. Aus Gummi oder Metall
Bogenhand

Bogenarm 

Hand, in der der Bogen gehalten wird. Beim Rechtshänder ist dies die linke, beim Linkshänder die rechte Hand.
Brustschutz  Schützt bei Rechtshändern nicht nur die linke Brustseite (bei Linkshändern die rechte) vor schmerzhaften Berührungen mit der Sehne, sondern dient auch dazu, die Kleidung an den Körper zu pressen, um so ein Streifen der Sehne am Körper, das ein Ablenken des Pfeils zur Folge haben kann, zu verhindern.
Butten Verstellbare Pfeilanlage, mit der Spinegrenzwerte ausgeglichen werden können.
Bogenständer Vorrichtung, auf der der Bogen abgelegt wird, solange der Schütze ihn nicht benötigt.
Bogenschlinge Vorrichtung, die am Bogen montiert wird und dabei hilft, daß der Bogen dem Schützen im Zeitpunkt des Lösens nicht aus der Hand fällt. Siehe auch Fingerschlinge.
Cams Ovaler Rollentyp bei Compound-Bogen.
Centershot-Bogen Bogen, bei dem der untere Teil des Schussfensters über die Mittellinie des Bogens hinaus ausgeschnitten ist.
Checker T-förmiges Gerät, mit dessen Hilfe die Spannhöhe des Bogens gemessen und die Höhe der Nockpunkte festgelegt wird
Composite-Bogen Bogen, der aus verschiedenen Komponenten zusammengesetzt ist.
Compound-Bogen Bogen, der mit dem Flaschenzugprinzip arbeitet. Meistens verfügt dieser Typ von Bogen über je eine Rolle am oberen und unteren Wurfarm, über die 2 Kabel geleitet werden. Hat man den Bogen über einen beistimmten Punkt hinweg ausgezogen, wird das Zuggewicht reduziert. Die Zuggewichtsreduktion beträgt 50, 65% oder sogar 80%
Deflex Von einer deflexen Bogenform spricht man, wenn sich der Bogen zum Schützen biegt. Siehe auch reflex.
Drift Natürlicher Abtrieb des Pfeiles von seinem vorhergesehenen Weg durch äußere Einflüsse.
Drücken des Bogens Bewegen des Bogens zum Ziel während des Lösens und des Nachhaltens.
Druckpunkt

Stelle gegen die der Pfeil im Moment des Lösens gepresst wird.

Durchschuss

Der Pfeil dringt gänzlich durchs Ziel hindurch.

Endenschutz Wird auf das untere Ende des Wurfarmes aufgezogen, um diesen vor Beschädigungen durch das Aufsetzen auf den Boden zu schützen.
Einklemmen Das Einklemmen des Pfeiles beim voll ausgezogenen Bogen während des Zielvorganges.
Falsches Lösen

Schnelles Zurück- oder Herunterziehen der Zughand.

Face Walking Technik beim Blankbogen-Schießen, bei der die Veränderung der Position der Zughand im Gesicht als Zielhilfe benutzt wird.
.F.T.A.: Federation Internationale de Tir a l´Arc Internationaler Bogensportverband. Von dieser Vereinigung sind Reglements erarbeitet worden, die bei den olympischen Spielen, Weltmeisterschaften sowie bei europäischen Wettkämpfen zugrundegelegt werden. Auch nationale Wettkämpfe sind nach diesen Regeln auszutragen, wenn die dabei geschossenen Ergebnisse als Rekorde anerkannt werden sollen.
F.I.T.A. - Runde Freiluft-Disziplin beim Bogenschießen, bei der die Damen jeweils 36 Pfeile auf eine Entfernung von 70, 60, 50 und 30 Meter schießen, die Herren dieselbe Anzahl von Pfeilen auf die Distanzen 90, 70, 50 und 30 Meter.
F.I.T.A. Stern Auszeichnung für ein bestimmtes Ergebnis. Die F.I.T.A. vergibt 5 verschiedene Auszeichnungen: den 1000er, den 1100er, den 1200er, den 1300er und schließlich den 1400er Stern. Die Zahlen beziehen sich jeweils auf die mindestens zu erreichende Ringzahl, um diese Auszeichnung zu erwerben.
Feldbogenschiessen Disziplin beim Bogenschießen, bei dem die Schützen im Gelände von bekannten oder unbekannten Entfernungen aus schießen. Diese Art des Schiessens wurde ehemals entwickelt, um die Jagdsituation zu simulieren.
Feld- und Jagdbogen Ein in der Regel relativ kurzer Bogen, der zum Feldbogenschiessen eingesetzt wird.
Fingerschlinge Band mit Schlaufen, das um Daumen und Zeigefinger gelegt wird und die Funktion einer Bogenschlinge hat
Flamischer Spleiß Besondere Herstellungsart von Sehnen. Bogensehnen im flämischen Spleiß werden insbesondere für traditionelle Bogen verwendet. Kostenlose Arbeitsanleitungen gibt es bei Robin Sport. 
Flu-Flu Befiederung Hierbei wird der Schaft in der Regel mit 6 Naturfedern von etwa 10 cm Länge versehen, um seine Flugweite zu reduzieren. In dieser Art befiederte Pfeile werden primär zum Jagen von Vögeln eingesetzt.
Free Style Disziplin beim Bogenschießen, bei der sämtliche Hilfsmittel (z.B. in der Compound-Bogenklasse Release, Scope etc.) zugelassen sind.
Gipfelzuggewicht Das maximale Zuggewicht bei Compound-Bogen. GRAIN Amerikanische Gewichtseinheit. Ein grain entspricht 0,0648 Gramm
Gruppierung Meint das Auftreffen der Pfeile auf der Scheibe. Eine gute Gruppierung liegt vor, wenn die Pfeile eines Schützen möglichst nah beieinander liegen.
Inch englisches/amerikanisches Längenmass.
Instinktiv - Schiessen  Besondere Erscheinungsform beim Bogenschießen, bei der der Schütze auf technische und sonstige Hilfsmittel verzichtet. Er zielt nicht, sondern hat sein "Ziel" lediglich kurz vor Augen, um dann zu lösen.
Jagdspitze Eine mit rasierklingenscharfen Schneiden versehene Spitze, die zum Jagen verwendet wird.
Kisser Kunststoffteil, das in Höhe des Mundes auf die Sehne montiert wird. Dient der Kontrolle des korrekten Auszugs.
Kabelabweiser  Zubehörteil für Compound-Bogen, das die Berührung der Befiederung mit den Kabeln verhindert. Durch die gleichzeitige Verwendung eines sog. Gleitschuhs wird die Reibung der Kabel aneinander verhindert.
Klicker Kleine Metallzunge, die am Schussfenster vor der Pfeilauflage montiert wird. Dient der Kontrolle eines gleichmäßigen Auszugs.
Konterstabilisatoren Siehe auch Stabilisator. Dienen der Stabilisierung der horizontalen Achse und sind Gegenspieler des Monostabilisators
Köcher Aufbewahrungsbehältnis für Pfeile, das entweder am Körper getragen oder direkt am Bogen montiert wird.
Kyudo Japanische Form des Bogenschiessens.
Langbogen Traditioneller Bogen, der stets ohne Visier und sonstige Hilfsmittel geschossen wird. Dieser Bogen ist von der Form seiner Wurfarme gerade, verfügt mithin über keinen Recurve. LBS Kürzel für englische Pfund (Plural; Singular: Ib.). Ein englisches Pfund entspricht 453,59 gr.
Leitfeder Ist der Teil der Befiederung, der im rechten Winkel zu der Nockkerbe aufgesetzt ist.
LBS

Abkürzung für englische Pfund. Ein englisches Pfund entspricht 453,59 gr.

Laminierte Bogen Bogen, der aus unterschiedlichen miteinander verleimten Schichten zusammengefügt ist. Vorwiegend werden Fiberglas, Holz und Carbonfasern miteinander verleimt.
Linkshandschütze Entscheidend dafür, ob man jemanden als Linkshand- oder Rechtshandschützen bezeichnet, ist, mit welcher Hand die Sehne gezogen wird. Ziehen Sie die Sehne mit der linken Hand, sind Sie ein Linkshandschütze (zu 90% sind Linkshandschützen von Natur aus auch Linkshänder)
Let Off Zuggewichtsreduktion bei Compound-Bogen.
Lösen Loslassen der Sehne beim Schuss
Mediterraner Schießstil Von der Zughand befindet sich der Zeigefinger oberhalb, der Mittel- und der Ringfinger unterhalb des Pfeils.
Mittellinie  Bezeichnung der Linie, die sich optisch ergibt, wenn man den Bogen im ungespannten Zustand von der Seite, an der sich die Sehne befindet, betrachtet. Durch die Sehne werden die Wurfarme optisch geteilt.
Mittelteil Der mittlere Teil eines Bogens.
Monostabilisator Stabilisator von mindestens 25 Zoll// Länge, der an der Front des Bogens befestigt wird und nach vorne (Richtung Scheibe) ragt
Mittenwicklung Umwicklung des mittleren Teils der Sehne, auf dem der Nockpunkt fixiert wird und die vor einer Abnutzung der Sehne schützen soll. Wird mit Mononylon oder Fast Flight Wickelgarn hergestellt.
Multi-Cam-Wurfarme  Wurfarme, die über einen doppelten Recurve verfügen.
Mundmarke  Kunststoffteil, das in Höhe des Mundes auf die Sehne montiert wird. Dient der Kontrolle des korrekten Auszugs.
Nock  Kunststoffaufsatz, der auf das der Pfeilspitze gegenüberliegende Ende des Pfeils aufgebracht wird, damit der Pfeil auf der Sehne befestigt werden kann. Bei Holzpfeilen wird mitunter der Schaft nur eingekerbt. Diese Einkerbung nennt man ebenfalls Nock.
Nockpunkt Markierung auf der Sehne, die anzeigt, wo der Pfeil aufgesetzt werden muß.
Nachzielen Verbleiben in der Körperhaltung nach dem Abschuss des Pfeils.
Nullpunkt Entfernung, bei der der Pfeil das Objekt trifft, auf das die Pfeilspitze zeigt (wenn der Schütze über die Pfeilspitze zielt).
Overdraw Auszugsverkürzung. Besondere Form der Pfeilauflage, die den Bogen in Richtung Sehne faktisch verkürzt. Dadurch wird es dem Schützen ermöglicht, kürzere, als die tatsächlich benötigen Pfeile zu schiessen. Das wiederum hat zur Folge, dass er sich einen leichteren Pfeil auswählen kann, der schneller ist und mithin zu einer flacheren Flugbahn führt.
Offener Stand Position der Füße auf der Schießlinie, bei der der linke (bei Rechtshändern) Fuß hinter einer gedachten Linie zwischen dem rechten Fuß und der Zielscheibe platziert ist.
Pfeillänge Siehe auch Burton. Punkt der Pfeilauflage, an dem der Pfeil anliegt.
Peep Sight Sehnenvisier. Kunststoffstück mit kleinem Loch, das zwischen den einzelnen Strängen der Sehne in Höhe des Auges befestigt wird.
Pfeilauflage Hilfsmittel zum Auflegen des Pfeils, das am Schussfenster montiert wird.
Recurve-Bogen Bogen, der mit Recurves ausgestattet ist.
Rechtshandschütze Entscheidend dafür, ob man jemanden als Rechtshand- oder Linkshandschützen bezeichnet, ist, mit welcher Hand die Sehne gezogen wird. Ziehen Sie die Sehne mit der rechten Hand, sind Sie ein Rechtshandschütze (in aller Regel werden Sie dann auch von Natur aus Rechtshänder sein).
Recurve Ende des Wurfarms, das sich im Zeitpunkt des Lösens vom Schützen wegbiegt. In diesem Teil des Bogens wird die meiste Energie gespeichert.
Reflex Von einer reflexen Bogenform spricht man, wenn sich der Bogen vom Schützen wegbiegt.
Release Mechanisches Lösegerät.
Rohschafttest Test, bei dem mit einem unbefiederten Pfeil geschossen wird, der zeigen soll, ob der gewählte Spinewert der richtige ist. SCHAFT Pfeil ohne Nock, Spitze und Befiederung
Scheibenpanik Auch "Goldfieber" genannt: Negative psychische Einstellung des Schützen zum Lösen mit vielfältigen Erscheinungsformen.
Schiesshandschuh Siehe auch Tab. Handschuh (aus Leder) mit 3 Fingern, der Zeige-, Mittel- und Ringfinger der Zughand schützt.
Scheibenauflage Papier mit einer farbigen Einteilung oder aufgemalten Tieren, das auf der Zielscheibe befestigt wird.
 Schussfenster   Ausgeschnittener Teil des Mittelteils eines Bogens oberhalb des Griffes. . 
Scope Vergrößerungsglas, das am Visier befestigt wird (nur mit Peep Sight zu verwenden)
String Walking Technik beim Blankbogen-Schießen, bei der die Veränderung der Position der Zughand auf der Sehne als Zielhilfe genutzt wird. TAB Ein Stück Leder oder Kunstleder, das die Finger der Zughand schützt.
Stabilisator Auf Stangen aufgebrachte Gewichte, die an das Mittelteil des Bogens montiert werden, um die beim Abschuss auftretenden Drehmomente soweit zu verzögern, dass der Pfeil ungehindert am Bogen vorbeikommt.
Spinne  V-förmiges Gerät, das an der Vorderseite des Bogens angeschraubt wird und zur Aufnahme der Konterstabilisatoren und des Monostabilisators dient.
Spannriemen

Spannleine

Hilfsmittel, um den Bogen zu spannen und in einen schussbereiten Zustand zu versetzen.
Spinewert  Steifheitswert eines Pfeils. Dieser Wert wird gemessen, indem man ein Gewicht von 2 lbs auf die Mitte des Schaftes legt und dann die dadurch entstehende Durchbiegung misst.
Spannhöhe Abstand der Sehne bis zur tiefsten Stelle des Griffes. Jeder Hersteller gibt für seine Bogen eine bestimmte Spannhöhe vor.
Sehnenwachs Imprägniermittel, das die Haltbarkeit der Sehne fördert. 
Trockenschuss

Kann schlimmste Verletzungen des Schützen und ggf. Zerstörung / Beschädigung des Bogens zur Folge haben. Loslassen der Sehne, ohne einen Pfeil. 

Tab Ein Stück Leder das die Finger der Zughand beim Lösen schützt.
Tiller Verhältnis des oberen zum unteren Wurfarm
Trockenschuss Loslassen der Sehne, ohne dass ein Pfeil abgeschossen wird (kann die Zerstörung des Bogens und Verletzungen des Schützen zur Folge haben).
Take-Down-Bogen Bogen, der aus 3 Teilen besteht (Wurfarmen, Mittelteil) und zum Transport auseinander genommen werden kann.
Tuning Feinabstimmung des verwendeten Materials.
Untergriff Die Sehne wird mit 3 Fingern unterhalb des Pfeils gegriffen.
V-Bar 

 

V-förmiges Gerät, das an der Vorderseite des Bogens angeschraubt wird und zur Aufnahme der Konterstabilisatoren und des Monostabilisators dient.
Vorbauvisier Visier, das nicht unmittelbar am Bogen, sondern auf einem Ausleger montiert ist. Dadurch wird der Abstand vom Auge zum Visier verlängert.
Viele Zwanzig Gruß der Feldbogenschützen.
Visier Mechanisches Gerät, das als Zielhilfe eingesetzt wird.
Wurfarme Oberer und unterer Teil des Bogens, in dem die Energie gespeichert wird und der sich beim Auszug biegt. ZOLL = Inch: englisches/amerikanisches Längenmaß, das 2,54 cm entspricht.
Zoll Gleich  INCH :  1Inch = 2,54 cm
Zuggewicht Beim Spannen des Bogens zu überwindende Kraft. Die Vereinigung der Bogenhersteller (AMO) hat sich darauf geeinigt, das Bogenzuggewicht auf eine Standard-Auszugslänge von 28 Zoll (gemessen von Bogenvorderkante bis zur Nockkerbe) bzw. 26 1/4 Zoll (gemessen an der tiefsten Stelle des Griffes bis zur Nockkerbe) zu beziehen. Bei einer längeren Auszugslänge erhöht sich das Bogenzuggewicht. Bei einer kürzen Auszugslänge verringert sich das auf dem Bogen angegebene Zuggewicht.
Zughand Die Hand, die die Sehne festhält.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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