Die Eichsfelder Bogengilde lädt ein zum 21. Möhrenkönigsturnier.

 

 

 

Termin: 12. und 13.01. 2019

Ausrichter:

Eichsfelder- Bogengilde e.V.

Ort:

3- Felder Halle im Kurpark zu  37308 Heilbad Heiligenstadt

Göttingerstrasse ecke Felgentor oder Schlachthofstrasse


Entfernung:

2x30 Pfeile auf 18 Meter

Beginn:


1. Gruppe Samstag 14.00 Uhr, 2. Gruppe Sonntag 09.00 Uhr, 3. Gruppe Sonntag 13.00 Uhr

Klassen:
Alle des DBSV auch Ü65 und Ü60 sowie Primitivbogen

Mannschaftswertung:

3. besten Schützen eines Vereins gleiche Bogenklasse, gleiche Auflagengröße


Anmeldung an:

 

Wolfgang Garbrecht, Bahnerstieg 10, 37308 Heilbad Heiligenstadt
Tel.: 03606/509253, Fax.: 0 36 06 / 50 92 54
 e.Mail.: garbrecht.w@web.de
eichsfelder-bogengilde@web.de
Info:  www.eichsfelder-bogengilde.de

Startgeld:

Schüler: 8 Euro, alle anderen: 12 Euro
Bankverbindung: Kreissparkasse Eichsfeld,
Kennwort: Möhrenkönig; Vereinsname
IBAN:DE45 8205 7070 0240 0003 82
BIC: HELADEF1EIC

 

Wollt ihr wissen, wer ich bin????
Die Sage von den Heiligenstädter Möhrenkönigen 



Eine Sage, die noch heute gern erzählt wird, berichtet davon, wie die Bürger der Stadt Heiligenstadt zu ihrem Spitznamen "Möhrenkönige" gekommen sind.
Ärger, Zank und Streit hat es immer und überall gegeben - auch in Heiligenstadt. So war es auch einmal, dass die Bürger von Heiligenstadt sich den Groll der eichsfeldischen Ritterschaft zugezogen hatten. Manche Drohungen einzelner Ritter waren den Bürgern zwar zu Ohren gekommen, doch achtete man nicht darauf. Man verließ sich auf die Stärke der Stadtmauern und die eigene bewährte Kampfkraft. Die Feinde wollten aber endlich mit den wohlhabenden Bürgern abrechnen und hatten zahlreiches Fussvolk und eine große Reiterschar auf die Beine gebracht. Man beschloss, die Stadt zu überfallen. Eines Tages, um die Mittagsstunde, als die Bürger mit ihren Familien am Mittagstisch saßen, zog der Feind auf Schleichwegen heran. Doch der Wächter auf dem Altstädter Kirchturm hatte ein wachsames und scharfes Auge. Er bemerkte den Feind und gab mit seinem Horn den Alarmruf. Schnell walteten die Torwächter ihres Amtes und schlossen die Tore der Stadt. Doch der Wächter des einen Tores, welches es gewesen ist, ist nicht überliefert, konnte in der Aufregung den großen Holzriegel nicht finden. Er wusste sich jedoch zu helfen, denn sein Eheweib hatte tags zuvor die Möhren aus dem Feld geholt und in den Keller gebracht. Die dickste aber, ein wahres Prachtexemplar - sie hatte die Länge und Dicke eines Männerarmes - hatte sie im Tor des Wächterhauses leigen gelassen, um damit bei ihren Nachbarinnen prahlen zu können. Dieses nun ergriff der Torwächter und verriegelte damit schnell das seiner Obhut anvertrauten Tor. Kaum war das geschehen, rannte der Feind auch schon dagegen an. Aber es wankte nicht, die Möhre tat den von ihr verlangten Dienst und hielt stand. Die tapferen Bürger konnten den Angriff erfolgreich abwehren. Der Feind musste sich zurückziehen. So ging es tagelang fort, und die Belagerer dachten schon daran, wieder abzuziehen. Weil die Möhre aber allen Drängen standgehalten hatte, ließ der Wächter sie stecken und suchte nicht weiter nach seinem verlorengegangenen Riegel. Nun hatte der Wächter des besagten Tores eine stattliche Ziege. Da sie während der Belagerung Mangel an Futter gelitten hatte, zog sie immerfort an dem Strick, mit dem sie angebunden war. Es gelang ihr, sich loszureissen. Bald entdeckte sie den Möhrenriegel und lüstern stellte sie sich auf die Hinterbeine und stillte ihren Hunger an dem begehrten Bissen. Ihr Appetit war so groß, dass sie nichts von der prächtigen Möhre übrig ließ. Kaum war sie damit fertig, als die Belagerer einen letzten Sturmangriff auf das Tor unternahmen. Sie drangen ein, und trotz heldenmütiger Gegenwehr der überraschten Bürger fiel die Stadt in die Hände des triumphierenden Feindes.

Als die Sache mit dem Möhrenriegel bekannt wurde, regte sich bei den Bewohnern der benachbarten Ortschaften die Spottlust, und sie belegten die Heiligenstädter mit dem Spitznamen "Möhrenkönige".